In dieser Rubrik beantworten wir Ihnen häufig gestellte Fragen unserer Kunden.

Wenn Sie eine persönliche Beratung wünschen oder eine spezielle Frage haben, können Sie uns gerne unter 06238 / 92 90 08 oder info@kreta-keramik.com kontaktieren.

Hr. Jörg Beyer oder ein Mitarbeiter wird Ihre Fragen gerne beantworten.

Ihr Kreta Keramik Team

Ja, dies sollte aber in aller Regel im Aussenbereich stattfinden, da unsere Keramiken eine bestimmte Restporosität besitzen und dadurch die Gefässwände und -boden bis zu einem gewissen Grad Wasser aufnehmen und “restfeucht” sind.

Wassergefülltes Pflanzgefäß “Rosa” mit schwimmenden Blütenblättern.

Welches Gefäß sich für welche Pflanze eignet, erfahren Sie am besten in einer entsprechend auf Wasserpflanzen spezialisierten Gärtnerei – z.B.  gibt es Seerosenarten mit unterschiedlichen Anforderungen an die Mindestwassertiefe.

Fast alle unsere Gefäße werden in der Regel mit einer Abflussöffnung im Boden ausgeliefert. Möchten Sie Ihren Kübel “wassergefüllt”
und sei es “nur” um Blütenblätter und Teelichter   schwimmen zu lassen, können Sie diese ohne Probleme verschliessen : am sinnvollsten reversibel mit Plastilin, Korken, Silikon oder natürlich auch dauerhaft mit Zement o.ä.

Oder Sie setzen sich mit Ihrer Bestellung direkt darüber mit uns in Verbindung.

Ein etwas unglücklicher Begriff, da es keine unechte Terracotta gibt.
DIe Formulierung soll meistens ausdrücken, dass etwas aus Keramik besteht, im Gegensatz zu Plastikmaterialien wie “Fiberglas”, “Steinmischung”, “Terrakotta-Optik” etc., die lediglich den optischen Eindruck eines keramischen Erzeugnisses erwecken wollen.

Ja und nein.

Befestigen zweier Pithoi ( Typ “Thymus” ) am Sattel für den Transport
Transport zweier “Pithoi” auf Esel

Was an uns heute als Tragegriff oder reine Zier erscheint, war früher Transportöse zum Festzurren von leeren Gefäßen mit Seilen auf z.B. Esel oder Pferd.

Da sie nie für den “Handgriff” gedacht waren, sind sie auch relativ eng in der Öffnung.

Also : leere Gefäße könnte man, wird man aber praktischerweise damit nicht tragen wollen – bepflanzte Gefässe aber sind damit auf keinen Fall zu bewegen.

 

Nein.
Der Rohstoff bestimmt die Brenntemperatur und unterschiedliche Ausgangstonerden haben unterschiedliche Maximaltemperaturen. Für Irdenware/ Terrakotta liegen diese in der Regel zwischen 940 – 1.020 Grad C.  Dabei ist das Erreichen der jeweilig notwendigen bzw. gewünschten Endtemperatur noch im letzten Winkel des Brennofens von großer Bedeutung – wichtiger sogar als die Brenndauer, die, salopp gesagt, nur über den Anteil der im Brand gerissenen Ware entscheidet – nach dem Prinzip : je langsamer die Brennkurve, desto weniger Bruch. Welcher Ton welche Temperatur benötigt, um als frostfestes ( poröses ) Terrakottapflanzgefäss winterfest zu sein, entscheidet sich nur in der Praxis der Anwendung. Nicht jeder Ausgangston kann zu einem frostfesten Produkt gebrannt werden.

Keramik ist der Oberbegriff für alle aus dem Rohstoff Ton gebrannten Objekte, ob glasiert oder nicht  : Ziegel, Fliesen, Geschirr, Porzellan, sanitäre, industriuelle Objekte…
Danach wird in der keramischen Technologie nach Eigenschaften wie Dichte und Porosität, Brennhöhe, Brennfarbe, Härte und Transparenz eingeteilt. Man unterscheidet zwischen Irdenware, also einem porösen Scherben ( das gebrannte Werkstück, nicht die umgangssprachlichen Bruchstücke ) und Sinterware, einem dichten, wasserundurchlässigen  Scherben.

Der Begriff Terrakotta ( in ursprünglich italienischer Schreibweise Terracotta :  gebrannte Erde ) hat sich dabei in unserem Sprachgebrauch weitestgehend als Bezeichnung für Irdenware, also die unglasierten Produkte des Töpfer- und Ziegeleihandwerkes und im engeren Sinne als Synonym für Gartenkeramik im Allgemeinen und Pflanzkübel oder Blumentöpfe im Besonderen  durchgesetzt.

Der Begriff Terrakotte bezeichnet in der archäologischen Wissenschaft dagegen eine figürliche Darstellung aus Ton.

Wir sind immer bemüht, nur Verfügbares in unserem Shop anzuzeigen. Sollte es doch einmal vorkommen, daß ein Gefäß aktuell nicht mehr vorrätig ist, wird es Bestandteil der nächsten Lieferung aus Kreta sein.
Den jeweilig genauen Termin teilen wir Ihnen bei Bedarf gerne mit.
Für Auskünfte : Herr Beyer 06238 / 92 90 08 oder info@kreta-keramik.com

Unser gesamtes Sortiment ist jederzeit in unserer Ausstellung in der Pfalz anzusehen und bei Bedarf direkt auszusuchen. Palatina Werkstatt, Hauptstrasse 51, 67229 Grosskarlbach, www.palatina-werkstatt.de  Tel: 06238 / 92 90 08.  Ein kleinerer Teil unseres Kreta-Sortimentes ist ebenso in unserer Ausstellung im Norden vorrätig. Der Schwerpunkt liegt hier aber auf Herstellung und Sortiment der Küstenkeramik. Küstenkeramik, Fellholz 3, 24364 Holzdorf, www.kuesten-keramik.com

Ja, unsere Keramik kann, ohne zu zerspringen, gebohrt werden.  Ohnehin sind alle Pflanzgefäße und Amphoren im Bodenbereich mit einem Ablaufloch versehen, mit dem Durchmesser etwa eines Weinkorkens. Hier kann bequem z.B. ein Wasserschlauch oder Elektrokabel durchgeführt werden. Fast immer aber, ob Sie Ihr Gefäß eventuell als Regentonne, als Springbrunnen, als Quellmund am Teich nutzen oder auch in laufendes Wasser integrieren möchten, muss sich die Öffnung sinnvollerweise an anderer Stelle befinden. Sie können das selbst mit Hilfe eines Steinbohrers und Bohrmaschine ( entscheidend dabei : die Schlagfunktion muss ausgeschaltet sein) erledigen. Falls Sie sich unsicher sind, sprechen Sie uns gerne an und wir setzen die Öffnungen nach Ihren Angaben. Kontakt: Herr J. Beyer, tel. 06238 / 92 90 08 oder info@kreta-keramik.com

Amphore Olea mit Lochung, gebohrt für Wasserhahnarmatur
Amphore “Olea” aufgebohrt, Detail
Wasserhahnarmatur
Amphore “Olea” umgebaut zur “Regentonne” mit Wasserhahn

Terrakotta ( keramisch : Irdenware ) Töpfe sind per Definition mehr oder weniger porös. Nachträgliche Versuche den gebrannten Werkstoff abzudichten, sind wohl möglich ( Tränkungsmittel ), aber in unseren Augen nicht sinnvoll. Möchte man damit den Gebrauch als tatsächliche Vase ermöglichen, ist das Terrakottagefäß als Übertopf für einen Glas- oder Metalleinsatz zu verwenden.

Die Farbtöne unserer Gefässe können bedingt durch die manuell abgebaute und nicht maschinell homogenisierte kretische Tonerde,  aber vor allem den Holzofenbrand mehr oder weniger variieren. Dies ist nicht steuerbar, im Gegenteil auch so gewünscht und gewollt, da es in unseren Augen nicht nur das einzelne Gefäss, sondern besonders die Gefässgruppen umso attraktiver macht.  Gerne werden wir aber versuchen, Ihnen auf Wunsch entweder eine eher gleichmässige oder lebhaft unterschiedliche Farbgebung herauszusuchen. Auch bei dem eigentlichen Farbton, der mehr in Richtung “rötlich terrakotta” oder mehr “gelblich / aschgrau” ausfallen kann, können wir, bei entsprechender Vorrätigkeit, nach Ihren Vorgaben auswählen. Bitte sprechen sie uns an.

Leider gar nicht. Frostfestigkeit von Terrakotta, noch dazu von bepflanzten Gefässen, erweist sich empirisch, durch Erfahrungswerte. Kauf von frostfester Terrakotta ist Vertrauenssache.

terracotta planters frost-resistantNach meiner Definition gibt es zwischen diesen beiden Begriffen einen gravierenden Unterschied: Frostfest ist die Ware, das Material. Winterfest jedoch wird die Ware erst beim richtigen Einsatz und Gebrauch durch den Benutzer. Zum Beispiel ist eine Giesskanne aus frostbeständigem Eisenblech zunächst offensichtlich ebenso frostfest. Wenn Sie diese Giesskanne aber wassergefüllt bei Minusgraden im Freien stehen lassen und das Wasser zu Eis gefriert, dehnt es sich aus und verbeult oder sprengt gar die Kanne – wassergefüllt ist die Giesskanne also nicht winterfest. Die wiederholte Eisbildung ist genau das Problem vieler Terrakotten. Üblicherweise saugt sich ein Terrakottagefäß in seiner porösen Gefäßwand durch Regen ebenso wie durch das Giessen mit Feuchtigkeit voll. Bei Frost gefriert auch dieses Porenwasser und es kommt so zu den typischen Abplatzungen und schichtweisen Auflösen der Gefässwandung. Qualitativ, hochwertige Keramik – bedingt durch die Ausgangstonerde wie auch der Brennendtemperatur – weist dagegen eine derartige Porenstruktur auf, die das wiederholte Sichbilden und Wiederauftauen von Eis toleriert, ohne dadurch geschädigt zu werden. – das Material, das Gefäss ist frostfest. Verhindert werden muss aber eben auch die mechanische Wirkung des Eises ( s.o. ). Um die Winterfestigkeit in der Anwendung zu erreichen, gelten folgende Hinweise :

  1. Alle wassergefüllten und als z.B. Miniteiche, zum Sammeln von Regenwasser oder als Springbrunnen etc. genutzten Gefässe müssen bei Frostgefahr unbedingt vollständig entleert werden.
  2. Pflanzgefässe müssen grundsätzlich mit einem oder mehreren Wasserabflusslöchern versehen sein und – zumindest bei Frostgefahr – unbedingt auf kleinen Tonfüssen, Holzleisten etc. gestellt werden – damit sich kein Wasser im Topf stauen kann ( was die meisten Pflanzen ohnehin nicht mögen ).
  3. Verwenden Sie bei Direktbepflanzungen, die auch im Winter draussen bleiben sollen, möglichst nur konische, nach oben sich weitende Formen ( ausserdem wird in bauchigen auch das Umtopfen zum Problem ). Der gefrierende Erdballen kann sich so besser und gefahrloser nach oben hin ausdehnen.
  4. Wichtig beim Bepflanzen eines jeden Terrakotta Topfes ist neben vorhandenen Abflusslöchern aber auch eine Drainageschicht, die aus Blähton, Kieselsteinchen, Tonscherben o.ä. bestehen kann. Dazu wird ausreichende Schicht ( 10-20% der Gefässhöhe ) des Drainagematerials vor der eigentlichen Pflanzerde eingegeben. Damit wird, bei gleichzeitigem Abfliessen von überschüssigem Giess- / Regenwasser, das Verstopfen der Bodenlöcher durch Ausschwemmung / Wurzelwachstum und somit die für Topf und Pflanze gefürchtete Staunässe verhindert. Bei größeren Terrakotta Pflanzgefäßen, aus denen die Pflanzen auf Jahre hinaus nicht mehr umgetopft werden, empfiehlt es sich ausserdem, auf diese Schicht ein wasserdurchlässiges Flies, Sackleinen etc. aufzulegen und darüber die Pflanzerde einzubringen. Bei regelmässigem Umtopfen dagegen sicherlich eher unnötig und unpraktikabel, hat dies aber den zusätzlichen Vorteil, das Eindringen von z.B. Asseln über den Boden durch die Drainagelöcher in das Pflanzsubstrat zumindest zu erschweren.
  5. Natürlich überstehen auch frostfeste, bauchige Terrakotta Töpfe und Amphoren völlig problemlos den Winter im Freien, sie sollten aber leer sein und auch auf Füssen, Holzleisten etc. stehen, um ein mögliches Festfrieren am Boden zu verhindern. Wenn Sie sich unsicher sind und/oder fallendes Herbstlaub o.a. die Löcher verschliessen könnten, decken Sie die Öffnung mit z.B. einer Holzplatte ab oder drehen das Gefäß schlichtweg auf den Kopf. Wie auch immer, keinesfalls darf sich bei Frostgefahr Wasser im Topf sammeln können.

Wir definieren Amphoren als bauchige Gefässe. Diese eignen sich generell nicht zur Direktbepflanzung. Daher werden sie quasi als Übertöpfe verwendet : evtl. findet man ein ( Plastik- )Gefäß, das randgenau in die Amphorenöffnung passt, eleganter aber ist die Verwendung unserer Metalleinsätze, die mit Hilfe eines wasserdurchlässigen Vliesstoffes wie ein Topf zu bepflanzen sind und damit der Kreativität keine Grenzen setzen. So können mehrjährige Kübelpflanzen ebenso wie einjähriger Sommerflor verwendet werden.

Reinigen eines Pflanzgefässes “Yucca” mit dem Dampfstrahler

Terrakotta (Werkstoff : Irdenware) ist per Definition mehr oder weniger porös und somit eine ideale Oberfläche zur (im Aussenbereich ) Ausbildung von Patina, die wir bei alten Töpfen so schätzen. Wenn diese nicht gewünscht ist, kann mechanisch (Bürste, Wasser) gereinigt werden, im Falle von Kalkausblühungen auch mit dem Zusatz milder Säuren (Haushaltsessig, Zitronensäure z.B.)

Wirkliche Qualitätskeramik kann im Extremfall auch mit dem Dampfdruckstrahler gesäubert werden.

 

Impruneta ist ein Ort in der Toskana mit einer Tradition der Keramikherstellung aus lokalem Tonvorkommen. Der Begriff “Impruneta Terrakotta” wurde in den letzten Jahrzehnten bei uns oft verkürzend als Synonym für “frostfeste Gartenkeramik” verwendet. Das ist insofern auch irreführend, da nicht nur andernorts in Italien ( Siena u.a.) , sondern z.B. auch in Griechenland, England und Deutschland hochwertige, manuell gefertige Qualitätskeramik entsteht.

Über die Drainageöffnung am Boden wird zunächst eine Tonscherbe gelegt. Je nach Größe des Gefäßes wird im zweiten Schritt eine Drainageschicht aus groben ( weitere Tonscherben, kleinere Steinchen, sog. Hydrokügelchen, Blähton etc. ) Material eingefüllt. Danach bzw. darauf wird die eigentliche Pflanzerde eingegeben. Bei größeren Töpfen bzw. wenn Jahre nicht umgetopft werden soll, empfiehlt es sich zwischen dem Drainagematerial und der Pflanzerde ein wasserdurchlässiges ( Wurzel-, Garten-) Vlies einzulegen. Dies verhindert das Durchwachsen der Wurzeln und das Ausschwemmen der Pflanzerde, was beides mit der Zeit irgendwann zum unerwünschten Verschluss des Drainageloches führen kann.

Unser Terrakotta-Material ist frostfest. Um Ihre Gefässe aber auch sicher über den Winter zu bringen, sind ein, zwei grundsätzliche Dinge unbedingt zu beachten : Auch bei unbepflanzten Gefässen muss darauf geachtet werden, dass die am Boden befindlichen Drainagelöcher frei sind. Daher darf der Topf am Boden auch nicht festfrieren und sollte auf Abstandshalter ( Terrakotta-Füsse, Holzleisten, Steine, etc. )  oder am besten umgedreht auf den Topfrand gestellt werden. Am besten und einfachsten aber verstauen Sie solche Gefässe natürlich überdacht und damit trocken.Jedenfalls darf sich kein Regenwasser und auch kein Schnee im Gefässinneren sammeln, beides könnte gefrieren und den Topf, ähnlich wie Giesskannen, Wasserschläuche etc., mechanisch sprengen.Für Ihre bepflanzten Gefässen gilt im Prinzip : alles was Sie tun, um Ihre Pflanze gesund zu überwintern, kommt auch der Keramik zu Gute, überlebt Ihre Pflanze, überlebt auch der Topf. Auch hier ist Grundvoraussetzung : Drainagelöcher müssen frei bleiben, der Topfboden darf nicht auf seiner Stellfläche anfrieren. Unser Hinweis : die meisten Pflanzen erfrieren nicht im Winter, sie vertrocknen !  Topfpflanzen müssen auch im Winter, kontrolliert und eher wenig,  aber gegossen werden ! Gerade bei Kübelpflanzen, die zwar draussen, aber geschützt, überdacht stehen, wird das hin und wieder vergessen.  Auch nach Frostperioden, in denen nicht gegossen werden konnte, weil der Erdballen angefroren war, muss danach damit wieder langsam begonnen werden. Unser Tip bei Schnee : Zweige bestimmter Pflanzen, Zypresssen z.B.,  können unter der Schneelast brechen und werden es Ihnen danken, wenn sie davon befreit werden.  Auch bei drohendem Frost sollte der Schnee entfernt werden, damit er nicht auf der Pflanze gefriert.