Giessen – eine unterschätzte Kunst  
Pflanzen werden viel öfters “totgegegossen” als gemeinhin bekannt. Terrakottatöpfe haben dabei den großen Vorteil, dass sie sich durch ihre Porosität nicht nur viel weniger aufheizen, sondern auch ein zu viel an Nässe über ihre ganze Oberfläche abgeben können. Und umgekehrt schadet es so im Sommer auch nicht, den Topf auch mal von aussen zu wässern – im Gegenteil.
Wie entscheidend das Giessen bzw. Bewässern ist, wird zu oft unterschätzt, Giessen ist eine individuell, pflanzen-, wetter-, standort- und jahreszeitlich abhängige Pflegemassnahme. Viel hilft viel bzw. das oft propagierte “auf Vorrat giessen” ist für die meisten Pflanzen genau das Falsche. Viele Staudengärtner halten das Giessen für das A und O und es soll nicht verschwiegen werden, dass in sommerlichen Hitzeperiode länger als ein Tag zu verreisen, eine Herausforderung darstellen kann. Automatische Bewässerungssysteme sind zwar vielfältig im Angebot, aber mit Kosten und Technik verbunden und genügen für längere Zeiträume nur selten den individuellen Wetter- und Pflanzenansprüchen. Besser ist auf jeden Fall der aufgeschlossene, daheim gebliebende Mitmensch.
Als Grundregeln können in jedem Fall gelten : wenn möglich, nicht in der Mittagshitze giessen, nicht über die Blätter – schon gar nicht mit beigefügtem Flüssigdünger – giessen, sondern direkt in den Topf, nicht in jedem Fall den Unterteller wässern, viele Pflanzen mögen keine nassen Füsse.

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