terracotta planters frost-resistantNach meiner Definition gibt es zwischen diesen beiden Begriffen einen gravierenden Unterschied: Frostfest ist die Ware, das Material. Winterfest jedoch wird die Ware erst beim richtigen Einsatz und Gebrauch durch den Benutzer. Zum Beispiel ist eine Giesskanne aus frostbeständigem Eisenblech zunächst offensichtlich ebenso frostfest. Wenn Sie diese Giesskanne aber wassergefüllt bei Minusgraden im Freien stehen lassen und das Wasser zu Eis gefriert, dehnt es sich aus und verbeult oder sprengt gar die Kanne – wassergefüllt ist die Giesskanne also nicht winterfest. Die wiederholte Eisbildung ist genau das Problem vieler Terrakotten. Üblicherweise saugt sich ein Terrakottagefäß in seiner porösen Gefäßwand durch Regen ebenso wie durch das Giessen mit Feuchtigkeit voll. Bei Frost gefriert auch dieses Porenwasser und es kommt so zu den typischen Abplatzungen und schichtweisen Auflösen der Gefässwandung. Qualitativ, hochwertige Keramik – bedingt durch die Ausgangstonerde wie auch der Brennendtemperatur – weist dagegen eine derartige Porenstruktur auf, die das wiederholte Sichbilden und Wiederauftauen von Eis toleriert, ohne dadurch geschädigt zu werden. – das Material, das Gefäss ist frostfest. Verhindert werden muss aber eben auch die mechanische Wirkung des Eises ( s.o. ). Um die Winterfestigkeit in der Anwendung zu erreichen, gelten folgende Hinweise :

  1. Alle wassergefüllten und als z.B. Miniteiche, zum Sammeln von Regenwasser oder als Springbrunnen etc. genutzten Gefässe müssen bei Frostgefahr unbedingt vollständig entleert werden.
  2. Pflanzgefässe müssen grundsätzlich mit einem oder mehreren Wasserabflusslöchern versehen sein und – zumindest bei Frostgefahr – unbedingt auf kleinen Tonfüssen, Holzleisten etc. gestellt werden – damit sich kein Wasser im Topf stauen kann ( was die meisten Pflanzen ohnehin nicht mögen ).
  3. Verwenden Sie bei Direktbepflanzungen, die auch im Winter draussen bleiben sollen, möglichst nur konische, nach oben sich weitende Formen ( ausserdem wird in bauchigen auch das Umtopfen zum Problem ). Der gefrierende Erdballen kann sich so besser und gefahrloser nach oben hin ausdehnen.
  4. Wichtig beim Bepflanzen eines jeden Terrakotta Topfes ist neben vorhandenen Abflusslöchern aber auch eine Drainageschicht, die aus Blähton, Kieselsteinchen, Tonscherben o.ä. bestehen kann. Dazu wird ausreichende Schicht ( 10-20% der Gefässhöhe ) des Drainagematerials vor der eigentlichen Pflanzerde eingegeben. Damit wird, bei gleichzeitigem Abfliessen von überschüssigem Giess- / Regenwasser, das Verstopfen der Bodenlöcher durch Ausschwemmung / Wurzelwachstum und somit die für Topf und Pflanze gefürchtete Staunässe verhindert. Bei größeren Terrakotta Pflanzgefäßen, aus denen die Pflanzen auf Jahre hinaus nicht mehr umgetopft werden, empfiehlt es sich ausserdem, auf diese Schicht ein wasserdurchlässiges Flies, Sackleinen etc. aufzulegen und darüber die Pflanzerde einzubringen. Bei regelmässigem Umtopfen dagegen sicherlich eher unnötig und unpraktikabel, hat dies aber den zusätzlichen Vorteil, das Eindringen von z.B. Asseln über den Boden durch die Drainagelöcher in das Pflanzsubstrat zumindest zu erschweren.
  5. Natürlich überstehen auch frostfeste, bauchige Terrakotta Töpfe und Amphoren völlig problemlos den Winter im Freien, sie sollten aber leer sein und auch auf Füssen, Holzleisten etc. stehen, um ein mögliches Festfrieren am Boden zu verhindern. Wenn Sie sich unsicher sind und/oder fallendes Herbstlaub o.a. die Löcher verschliessen könnten, decken Sie die Öffnung mit z.B. einer Holzplatte ab oder drehen das Gefäß schlichtweg auf den Kopf. Wie auch immer, keinesfalls darf sich bei Frostgefahr Wasser im Topf sammeln können.

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