Das Gefäß wird an dieser Stelle nicht reißen, auch nicht im Winter.      Es handelt sich hier um einen aufgeplatzten Kalkeinschluss, den die keramische Terminologie unter dem Begriff “Kalkspatz” kennt.  Diese Kalkeinschlüsse im Ausgangsmaterial werden mitgebrannt. Sie sind und bleiben danach meist nicht sichtbar.
Kommen sie allerdings nachträglich mit Wasser in Kontakt, nehmen sie dieses auf, dehnen sich aus und können die Keramikoberfläche “aufsprengen”.    In der Geschirrkeramik ist das sehr gefürchtet, weil damit auch die Glasur zerstört werden kann.
Ganz anders in der unglasierten Terrakottaherstellung, deren traditionellen Aufbereitungsmethoden des Rohstoffes Ton die Kalkanteile nie ganz ausfiltern konnten – an alten Gefäßen und Amphoren in Museen ist das immer gut zu sehen – und auch heute nicht können.    Insofern waren und sind solche Unregelmässigkeiten integraler Bestandteil traditionell manuell gefertigter Terrakotta – die Funktion war und ist nicht beeinträchtigt. Mit Hilfe von Schleifpapier kann die Stelle etwas bearbeitet und einfach geglättet werden  – weiter aufbrechen wird nichts, der Kalkspatz hat seine “Arbeit ” getan.



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