Hochwertige, individuelle Terracotta Gefäße aus befreundeten Handwerksbetrieben auf Kreta. Hergestellt in jahrhundertalter Handwerkstradition – gestern Vorratsgefäße, heute frostfeste Terrakotta Pflanzkeramik- und Dekorationskeramik.


In Kreta lebt eine Handwerkskunst fort, deren Anfänge in der Antike liegen.

Die Gefäße und Terracotta Amphoren aus dieser Zeit sind heute in allen wichtigen Museen der westlichen Welt zu bewundern und nicht nur die im legendären Palast von Knossos entdeckten, fast 4000 Jahre alten Vorratskrüge sehen der heutigen Töpferware wirklich verblüffend ähnlich.

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Für viele Jahrhunderte unersetzlich, dienten sie als Ersatz von Glas und Porzellan. Interessant war auch die entsprechende Verwendung als die Eigenschaft als Kühlschrank oder Speicherbehältnis um den Inhalt entsprechend länger aufbewahren zu können. Aber auch zur Aufbewahrung von fast allen essentiellen Erzeugnissen und Rohstoffen wie Öl, Wasser, Wein, Getreide. Ton Erzeugnisse waren aber auch Transportgefässe für Rohstoffe und andere Materialien und wurden nicht nur quasi als antike Container zu Land verwendet. Unzählige Unterwasserfunde zeigen, dass ganze Schiffsladungen per liegende Spitzamphoren aus Ton befrachtet, gestapelt und befördert wurden.

Die Arbeit mit dem Rohstoff Textil und Stoff ließ dagegen auch die Form des sog, Färbertopfes entstehen. In jeden Fall aber hingen Form und Aussehen der Keramik zunächst immer mit der Technik der Herstellung und dem Arbeitszweck zusammen. Die Idee der Dekoration ist eine neuzeitlich und auch das Ton Gefässe im Zusammenhang mit dem Aufkommen der Orangerien im 17./18.Jh bepflanzt wurden. In Griechenland hat diese Verwendung bei der Keramikherstellung lange keine Rolle gespielt.. So war es unvermeidlich, dass mit dem Aufkommen neuer Werkstoffe , vor allem der Erzeugnisse aus Kunststoff, einhergehend mit immer neuen Produktionstechniken in der Industrie der Keramikherstellung, die keramischen Vorratsgefässe aus dem Werkstoff Ton aus der Mode kamen und die Töpferfamilien ihren Lebensunterhalt damit nicht mehr verdienen konnten.

Information

Es ist der Unterstützung der UNESCO zur Erhaltung internationalen Kulturerbes zu verdanken, dass dort, und nur dort in Europa, heute einige Familienbetriebe und Genossenschaften nicht nur, aber vor allem Amphoren, Grosskeramiken und Terrakotta Pflanzkeramik wieder anfertigen. Dass sie auch wieder davon leben können, begründete sich entscheidend durch die Tatsache, dass sich die Gefässe in Folge dann gerade in Mittel- und Nordeuropa als frostfest bewährt hatten und haben.

Ton: Terrakotta ital. ‚terra cotta‚, heisst ja übersetzt zunächst lediglich “gebrannte Erde“ und hat sich aber bei uns als generelle Bezeichnung für unglasierte keramische Produkte bzw. Gartenkeramik eingebürgert, kann aber natürlich auch den warmen, erdig bis rötlichen Farbton bezeichnen, der für diese Keramik typisch ist.

Herstellung keramische Erzeugnisse

Das mechanische Bearbeiten findet in der traditionellen Kombination von Aufbau- bzw. Drehtechnik statt. Die Keramik Gefäße werden fast ohne Verwendung weiterer Werkzeuge einzeln von Hand auf speziellen Töpferscheiben hergestellt . Diese werden heute, als einziger Unterschied zu früher, nicht mehr ausschließlich per schweißtreibender Handarbeit, sondern teilweise auch elektrisch betrieben werden.

Im Gegensatz hierzu stammen viele der sonst üblichen Terracotta Pflanz Keramiken und Dekorationsgefässe dieser Größe aus Formen bzw. Schablonen, wie auch z.B. die sog. Impruneta Keramik aus Italien sowie deren Imitate aus dem asiatischen Raum. Wir beobachten in der Presse und vor Ort in den letzen Jahren wieder den Trend der Kunden zu Erzeugnissen mit hoch wertigeren Eigenschaften.

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Diese Formgebung, das Bearbeiten des Rohstoffes Ton durch das freie Drehen – immer festzustellen an den, nur bei solchen Gefäßen innwandig parallel verlaufenden Fingerspurrillen – führt auch zur relativen Dünnwandigkeit und damit im Vergleich mit formgepressten Keramiken spürbar geringeren Gewicht und damit leichteren Handhabung. (Die hier und da vertretende Ansicht, je dickwandiger, desto frostsicherer, ist falsch, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun) Verarbeitet wird lokal abgebaute Tonerde, die lediglich grob aufgeschlämmt und nicht maschinell homogenisiert, eine raue, vereinzelt durch Kalk- oder Steineinschlüsse gebrochene Oberfläche hervorbringt und auch die Grundlage der verschiedenen gelben und roten Farbschattierungen bildet.

Diese entstehen dann letztlich in der Töpferei durch den Brand in Grosskammeröfen – teilweise noch in traditionellen Holzfeuern, zunehmend aber hat aber das umweltfreundlichem Erdgas an Bedeutung gewonnen . In jedem Fall werden bei hohen Temperaturen von bis zu 1.100 C Grad erreicht, die besonders bei vorhandener Restporosität den Scherben so dicht brennen, dass wassergefüllte Gefäße im Außenbereich als durchaus wasserdicht gelten können und meistens lediglich „durchfeuchten“. Hier liegt auch die große Kunst.

In jedem Fall haben sich die Terracotta Pflanzgefäße als absolut frostsicher erwiesen, d.h. sie können ganzjährig draußen bleiben, bepflanzt ebenso wie unbepflanzt. Machen Sie sich selbst ein Bild von unseren hoch wertigen Keramiken in unseren Ausstellungen in Nord und Süddeutschland. Zur weiteren Information geben wir ihnen gerne telefonisch Auskunft.

Herstellungstechnik heute

Aufnahmen unserer Werkstattreise auf Kreta

Vergleicht man sie mit Bildern aus den noch „stromlosen“ späten 1950er und frühen 1960er Jahren ( s. Herstellungstechnik gestern) wird deutlich, wie unverändert und traditionell sowohl Formensprache wie auch insbesondere Herstellungstechnik geblieben sind.

Einzig der aufkommende Einzug von elektrischem Strom brachte einen Unterschied: er befreite von der schweißtreibenden, eintönigen und bedingt durch die Körperhaltung äußerst ungesunden manuellen Bedienung der Drehscheiben.

Herstellungstechnik gestern

Historische Aufnahmen der Herstellungstechniken

Die Aufnahmen stammen überwiegend aus den späten 1950er und frühen 1960er Jahren, in denen noch kein elektrischer Strom zur Verfügung stand.

Damit stellen sie aber auch gleichzeitig den Blick zurück in historisch vergangene Zeiträume dar, da die hier dokumentierten Arbeitsbedingungen und Herstellungstechniken über viele Jahrhunderte hinweg völlig unverändert geblieben sind.

Quelle: „R. Hampe / A. Winter / Bei Töpfern und Töpferinnen in Kreta, Messenien und Zypern. 1962. Verlag des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz“ (18) und „B. Psaropulu / N. Simantirakis, Thrapsano: Chorio ton Aggioplaston. Athen 2007.“ (9)

Jedes Stück ist ein Unikat

Erk Kanis, Inhaber

Unsere Keramik im Shop